Warum ohne Sprache? Wie funktioniert das?
Vielleicht haben Sie sich beim Lesen meiner Grundsätze – ohne Sprache, ohne Korrektur, ohne Hilfsmittel – gefragt: "Wie soll das gehen? Wie sage ich meinem Hund dann, was er tun soll?"
Die Antwort liegt in der Natur des Hundes selbst.
Das WARUM: Hunde sind Meister der Körpersprache, nicht der Grammatik
Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem fremden Land. Sie verstehen die Sprache nicht. Jemand schreit Sie auf Japanisch an, wedelt wild mit den Armen und drückt Ihnen ab und zu ein Stück Schokolade in den Mund. Wären Sie entspannt? Würden Sie verstehen, was man von Ihnen will? Wahrscheinlich wären Sie gestresst und verwirrt.
Genau so fühlt sich der Alltag vieler "Problemhunde" an.
- Der biologische Fakt: Hunde kommunizieren untereinander zu über 90 % nonverbal. Ein Blick, eine leichte Gewichtsverlagerung, ein Anspannen der Muskeln, dass ist ihre Muttersprache.
- Das menschliche Missverständnis: Wir Menschen sind "Dauer-Sender". Wir reden auf den Hund ein, wiederholen Kommandos ("Sitz! Sitz! SITZ JETZT!"), während unsere Körpersprache oft etwas völlig anderes sagt.
- Die Folge: Für den Hund werden unsere Worte zu bedeutungsloser Hintergrundmusik (Weißes Rauschen). Er schaltet ab. Oder schlimmer: Er lernt, dass wir unsicher sind und übernimmt selbst die Führung.
Warum ich ohne Sprache arbeite? Weil es fair ist. Ich hole den Hund dort ab, wo er versteht. Ich nutze den einzigen Kommunikationskanal, der für ihn natürlich und stressfrei ist: Die körpersprachliche Energie.
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